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„It begins like a flowing river and ends in an ocean storm.“

Jiří Bubeníček über sein Handlungsballett „The Piano“

Tänzer vs. Choreograf

„Bubeníček hat wieder gezeigt, wie sinnlich und intelligent er bewegte Geschichten angeht, und auch Heikles mit Gespür für das Nötige und Mögliche aufgreift. Ein gelungener Balanceakt.“ Man könnte vermuten, dass dieses Pressezitat eine sensible Beschreibung einer Premierenvorstellung des Balletttänzers sei, bei dem stets der Funke auf das Publikum wie auf die Kritiker überspringt, sobald er die Bühne betritt. Tatsächlich zeigen jedoch die zitierten Zeilen auf einen Weg, den Jiří Bubeníček bereits seit geraumer Zeit eingeschlagen hat, parallel zu seiner einzigartigen Karriere als Tänzer – die der Choreografie. Entsprechend verweist das Kritikerlob von Gabriele Gorgas (Sächsische Zeitung) auf seine Choreografie „Faun“ für das Semperoper Ballett im Jahr 2012, eine das Publikum fordernde, schonungslose Auseinandersetzung mit sexuellem Missbrauch in der Kirche. Uraufgeführt wurde es, als Jiří Bubeníček gleichzeitig die wichtigsten Rollen auf der bedeutenden Dresdener Bühne bis zu seinem Bühnenabschied 2015 tanzte.

Schritt für Schritt

Begonnen hatte seine Choreografenkarriere mit einem ersten kollegialen Spaß, als er für einen Abend eines befreundeten Chansoniers die Chorografie zu einem Song kreierte. Es folgen zwei Teilnahmen am Choreographie-Wettbewerb Dom Pérignon in Hamburg. Dass Jiří Bubeníček nicht gewinnt, wirft ihn in seiner neu entdeckten Leidenschaft aber nicht zurück, im Gegenteil. Auch John Neumeier hatte sein Choreografenpotenzial bereits entdeckt und lädt ihn ein, ein Stück für die Hamburger Ballettschule zu kreieren. Dieser Horizont des künstlerischen Schöpfens, der sich dem Tänzer um die Jahrtausendwende auftut, weitete sich über die folgenden Jahre rasch durch Arbeiten auf dem internationalen Parkett von Tschechien über Dänemark bis Japan.

Die Werke werden komplexer, die Auftraggeber prominenter, wie etwas das Ballett Zürich, das Jiří Bubeníček zu seinem zeitgenössischen Werk „Le souffle de l‘ésprit“ im Jahre 2007 beauftragt. Mit dem letzten Satz des Balletts – ein hochmusikalisches Männertrio – tanzen die beiden Bubeníček-Brüder über die Jahre mit wechselndem dritten Partner auf unzähligen Gastspielen rund um die Welt. Und so, wie der Tänzer Jiří Bubeníček seit langem unter Beobachtung der Fachpresse agiert, gerät er auch bald in deren Fokus als Choreograf Jiří Bubeníček.

Herauszuheben ist eine Kreationen wie das neoklassische „Toccata“, beauftragt vom New York City Ballett 2009, das Ästhetik und Proportion besonders überzeugend in Einklang bringt: „Dieses Werk hat ein ganz eigenes, stimmiges Gefüge, leistet sich auch deutlich besinnliche Momente. Da sind Tanzbilder, die atmen und lebendig sind, wo nichts fehlt und auch nichts zu viel ist.“, so Gabriele Gorgas (tanz – Jahrbuch 2014).

Hierzu korrespondierend liest sich Igor Stupnikovs Kritik (Dancing Times) zu „Gentle Memories“: „The choreography is in no way a narrative but each fragment is full of its own feeling and sentiment. Bubeníček’s work tends towards pure classical movements, and he uses his very personal dance language to create emotionally fraught dance that map the spiritual and psychological states of the cast.” Auch in diesem Werk, 2012 in New York uraufgeführt und noch im gleichen Jahr im Mariinsky Theater in St. Petersburg als Russlandpremiere in erweiterter Fassung herausgebracht, bringt Jiří Bubeníček mit souveräner Zielsicherheit die Elemente Emotion, Bewegung und Musik zusammen.

Offenbar unterliegt das Weiterentwickeln von Bestehendem bei Jiří Bubeníček keinem Tabu, wie auch „Fragile Vessels“ belegt. Kreiert 2001 zum 2. Satz von Rachmaninows 2. Klavierkonzert als eines seiner frühen Werke, komplettiert er es 2017 für das San Francisco Ballet durch Vertanzung der beiden fehlenden anderen Sätze, stilistisch „imbued with the expressionistic influence of John Neumeier, but Bubeníček’s approach is wholly unprecious about classicism. Dynamic torsos and arms, deep pliés and pas de trois entanglements added wonderful elements of surprise,” so Claudia Bauer (Dancetabs.com). Und auch Boris Gruhl zieht 2015 im Jahrbuch „tanz“ von Jiří Bubeníček als Choreografen eine Linie zu seinem Ballett-Mentor: „Dass er von John Neumeier, bei dem er einige Jahre getanzt hat, inspiriert ist, lässt sich nicht übersehen. Aber wie er sich vom Hamburger Großmeister emanzipiert, das macht ihn zu einem Hoffnungsträger für die Kategorie Erzähltanz“.

Heute, wieder einige Jahre reifer, lässt sich diese künstlerische Herkunft sicherlich nicht mehr so eindeutig erkennen – denn dafür geht Jiří Bubeníček in seinen Stücken bisweilen viel zu offen mit zeitgenössischen Ausdrucksmöglichkeiten um. Wo sich beide Choreografen unbewusst sehr wohl ähneln, ist das Grundinteresse, mit den Möglichkeiten des Tanzes Geschichten zu erzählen.

Der Geschichtenerzähler

„Natürlich kann das Ballett wie Schauspiel und Oper Geschichten erzählen. Schritte und Bewegungen werden dabei zur Sprache. Aber es ist keine Landessprache, sondern eine universelle Sprache. Unser Körper ist international. Er erzählt immer von Menschheitsgefühlen. Handlung ist der Hintergrund, vor dem Emotionen sichtbar werden.“ Diese Aussage von Jiří Bubeníček zu „The Piano“ finden ihre Konkretisierung in seiner Erfolgsproduktion nach dem populären Filmdrama. 2015 für das Ballett Dortmund noch als einaktiges Stück angelegt, so wurde das Werk 2018 für das Royal New Zealand Ballet in Wellington zu einem abendfüllenden Ballettabend erweitert. In dieser Parabel über die Selbstbefreiung einer Frau durch eine verbotene Liebesbeziehung spürt Jiří Bubeníček den psychologischen Feinheiten der poetischen und zugleich dramatischen Handlung nach und versieht jeden Charakter mit einer ganz eigenen Bewegungssprache.

Das oben verwendete Zitat hat Allgemeingültigkeit für alle Produktionen von Jiří Bubeníček, in denen er Geschichten in Bewegung verwandelt. Seine Vorbereitungsweise: Im heimischen Atelier sucht er in Romanvorlagen Themen,  findet, verwirft und untersucht sie auf Tanztauglichkeit. So streicht der Choreograf  Rollen oder Szenen, lädt andere dagegen stärker auf, gewichtet, schafft Räume für Emotionen zwischen Figuren und erstellt so seine Tanzlibretti, angereichert um die Komponente der Musik, um auf diesem Fundament seine Produktionen entstehen zu lassen.  

Dass er dabei auch den Kern der zu erzählenden Geschichte nie aus dem Fokus verliert, davon zeugt sein abendfüllendes Handlungsballett „Doctor Zhivago“ nach Boris Pasternaks Erfolgsroman. Diese Auftragschoreografie entstand 2016 für das Slovenia National Theatre Opera and Ballet Ljubljana, nachdem der Tänzer gerade seine Karriere am Semperoper Ballett beendet hatte und er sich damit nun als freischaffender Choreograf empfiehlt. Mit „Doctor Zhivago“ gelingt es Jiří Bubeníček, die Zuschauer emotional mit auf die Lebensreise des Titelhelden mitzunehmen – von rauen Militärbildern über betörende Pas de Deux bis hin zu tanzopulenten Ballszenen; überzeugend in Bewegung und Szenenzusammenschnitt.

Dies ließe sich auch über das Tanz-Stück „Anita Berber – Göttin der Nacht“ sagen, eine Gemeinschaftsarbeit der Bubeníček-Brüder für das Thüringische Staatsballett Gera: „The Bubeníčeks surprise with refreshing ingenuity. They are resourceful, love detail and have a sure sense for accents, timing and intensity.” (Ilona Landgraf, 2016). Wie durch den schonungslosen Blick von Otto Dix, der von der skandalumwitterten Künstlerin der verruchten 20er Jahre ein weltweit bekanntes  Gemälde schuf, legt Jiří Bubeníček Schicht für Schicht von der femme fatale frei, um  die Sicht hinter die Fassade der anstößigen Tänzerin auf deren menschliche Seite freizugeben.

Urgewalten scheinen in Bubeníčeks „Processen“ nach Kafkas „Der Prozess“ zu wüten, ein labyrinthisch-surreales Werk 2019 am Royal Swedish Ballet uraufgeführt, das das Schicksal Joseph K.s nachverfolgt. Diverser im Vergleich zu anderen Handlungsballetten ist die Zusammenstellung der Musik des Stückes ausgewählt – von Alfred Schnitte über Alva Noto bis zu jüdischen Volksliedern. Entsprechend vielschichtig und expressiv ist auch die Choreografie an sich. Es lässt sich darin die Neugierde von Jiří Bubeníček ablesen, verstärkt eigene, zum Teil unkonventionelle Ausdrucksformen für Situationen oder Figuren zu entwickeln. Dies ist ein wertvoller Reifeprozess, der auch in Bubeníčeks „Die Geschichte vom Soldaten“ von Igor Strawinskys zu erkennen ist, in der „die Choreografie gebrochener Poesie und clownesker Circensik in ihrer Doppelbödigkeit“ besticht, so Boris Michael Gruhl (tanznetz.de).

Längst ist Jiří Bubeníček über die Jahre zu einem international gefragten Geschichtenerzähler der Tanzwelt aufgestiegen: Jüngeren Datums ist seine abendfüllende „Carmen“ (2019), uraufgeführt im Teatro del’Opera di Roma oder die  noch im gleichen Jahr herausgebrachte Tanz-Interpretation von „Cinderella“, uraufgeführt vom Nuovo Balletto di Toscana am Theater des Maggio Musicale Fiorentino – ein farbenreiches, modernes Tanzmärchen, in der selbst das  Aschenputtel in goldenen Sneakers schlüssig durchdacht ist: Sergio Trombetta in „La Stampa“ nach der Premiere: „Absolut sehenswert.“

Ganz eigene Wege gehen, keine Furcht vor dem choreografisch-stilistisch Neuen haben, die Geschichte, die Tänzer und auch das Publikum nie aus dem Auge zu verlieren – dies ist eine Mischung, deren ganz eigene Rezeptur Jiří Bubeníček für sich entwickelt hat

Les Ballets Bubeníček

Aber es bleibt nicht beim Choreografieren als Gast diverser Compagnien: Als Teamplayer arbeitete Jiří Bubeníček nicht nur häufig mit seinem Bruder Otto als Bühnenbildner und Kostümbildner für seine Werke zusammen, auch gründeten sie ihre eigene Compagnie „Les Ballets Bubeníček“. Diese setzt sich aus internationalen Tänzern zusammen. In unterschiedlichsten Zusammenstellungen eigener Kreationen tourt die Company regelmäßig seit 2009, sei es mit ihrer Choreografie „Orfeus“ durch Europa oder mit wechselnden Gala-Programmen weltweit.

Person des öffentlichen Lebens

Eine besondere Ehre war es dem Heimatverbundenen, zum 100jährigen Gründungsjahr der Tschechoslowakei 2018 mit den „Les Ballets Bubeníček“ den musikalischen Nationalzyklus „Má vlast“ (Mein Vaterland) auf dem Prager Rathausplatz Marktplatz vertanzen zu dürfen. Dieser nationale Ritterschlag wurde übertragen vom nationalen tschechischen TV-Sender ČTV Art. Dies ist nur ein Beispiel unzähliger Produktionsübertragungen im internationalen Fernsehen; auch Dokumentationen über seine Kreationen sind entstanden, wie „The Heart Dances“ von Rebecca Tansley über „The Piano“ oder auch – bereits länger zurückliegend, Dokumentarfilme über die Ballett-Zwillinge noch zu Hamburger Zeiten des aktiven Tanzens. Legendär sind die weltweit übertragenen Neujahrskonzerte der Wiener Philharmoniker, 1999 und 2016 mit choreografischer Handschrift von Jiří Bubeníček – realisiert auch als DVD. 

Weitere Dokumentation seines Erfolges als Choreograf sind die ihm verliehenen Preise, wie der 2. Preis beim Internationalen Ballettwettbewerb in Varna (2002), der Publikumspreis beim Internationalen Ballettwettbewerb in Hannover (2004) oder die Auszeichnung mit dem Preis „Europa in Danza“ für seine „Carmen“ 2019 in Rom.

Der auch sozial engagierte Choreograf veranstaltete die Wohltätigkeitsballettgala „Ballett für Japan“ zugunsten der Opfer der Tsunamikatastrophe in Japan 20211 und wird längst nicht nur für seine choreografischen Verdienste ausgezeichnet. So wurde Jiří Bubeníček 2015 vom Generalkonsul der Tschechischen Republik in Dresden, Jiří Kuděla, die „Silbermedaille Jan Masaryk“ des tschechischen Außenministeriums für die hervorragende langfristige und erfolgreiche Vertretung der tschechischen Kultur und die Verbreitung des Rufs der Tschechischen Republik im Ausland verliehen. Ein Jahr später wurde er vom tschechischen Außenminister Lubomír Zaorálek mit dem Preis „Gratias agit“ für die Verbreitung des guten Namens der Tschechischen Republik im Ausland geehrt. 2017 erhielt er durch die Bürgermeisterin der Hauptstadt Prag, Adriana Krnáčová, den Prager Hauptstadtpreis mit einer “Silbermedaille“ des Prager Stadtrats als besonderes Zeichen des Respekts und der Wertschätzung für außergewöhnliche Verdienste für die Entwicklung der Hauptstadt Prag im Bereich der Ballettkunst und die Förderung der Hauptstadt Prag in der Welt.

Jiří Bubeníček durchlebt mehrere, ineinander verzahnte Karrieren. Die des weltweit geachteten und bekannten Starballetttänzers folgt die des längst international renommierten Choreografen. Und die Lebensphase des kulturellen Botschafters für das Heimatland Tschechien manifestiert sich gerade. Charismatik, Authentizität, unbändige Kreativität und der Wille, Dinge zu bewegen, zeichnen Jiří Bubeníčeks Lebensweg aus – es ist lohnend zu verfolgen, mit welchen Botschaften und Schwerpunkten er die Welt zukünftig überrascht.

CHOREOGRAPHIES

PARADISO – solo
For Sergei Polunin, at the Teatro Alighieri, for Ravenna Festival
Ravenna, Italy
Premiere 01.09. 2021

CINDERELLA – full length ballet story
For Nuovo Balletto di Toscana, at the Teatro del Maggio Musicale Fiorentino
Florence, Italy
Premiere 15.12. 2019

PROCESSEN – full length ballet story inspired by the novel of Franz Kafka “The Trial”
For Royal Swedish Ballet, Stockholm, Sweden
Premiere 17.05. 2019

CARMEN – full length ballet story after Prosper Mérimée
For Teatro di Roma, Rome, Italy
Filmed by Rai5 and DVD
Premiere 2.2. 2019

METROPOLIS – full length ballet story inspired by Thea von Harbou novel and German expressionist science-fiction drama film directed by Fritz Lang
For Croatian National Ballet in Zagreb
Premiere 3.11. 2018

MÁ VLAST – full length ballet
“Mein Vaterland” 6 musical poems on Bedřich Smetana’s “Má vlast”
For Les Ballets Bubeníček, Old Time Square in Prague, Czech Republic
Live National TV broadcasting by ČTV Art for the 100 years of Czechoslovakia existence celebration.
Premiere 27.6. 2018

THE PIANO – recreation of existing one act to full length 2 acts story ballet
after the film by Jane Campion
For Royal New Zealand Ballet, Wellington, New Zealand
About this work – documentary film “The Heart Dances”
Premiere 23.2. 2018

CHAPEAU – 40 min contemporary piece, own story concept
For State Ballet Nürnberg, Germany
Premiere 23.6. 2017

RUSALKA – full length story ballet, Czech traditional fairytale  
For for Ballet Karlsruhe, Germany
Premiere 29.4. 2017

FRAGILE VESSELS – neoclassical ballet
Complete 3 movements of 2nd piano concerto by S. Rachmaninoff
For San Francisco Ballet, at the War Memorial Opera House, California, USA
Premiered 24.1. 2017

JE REVE – video clip
feat. Onejiru & Kele Okereke, Producent and Composer Atthias Arfmann
Choreography of Music Video by Jiří Bubeníček
Dancers by Jiří Bubeníček & Otto Bubeníček
Premiere 25.11. 2016

DANCE GALLANTRIES – neoclassical piece
For Royal New Zealand School, Wellington, New Zealand
Premiere 16.11. 2016
ORPHEUS – Tanztheater full length story
Created for Les Ballets Bubeníček, Czech and German tour 2016 – 2017
Filmed by Czech National TV Channel Art
Premiere 8.9. 2016

ANITA BERBER – GÖTTIN DER NACHT – full length story ballet inspired by tumultuous life of German dancer, actress, and writer Anita Berber who was the subject of an Otto Dix painting.
For the Thüringer State Ballet in Gera, Germany
Premiere 17.6. 2016

DOCTOR ZHIVAGO – full length story ballet after the Boris Pasternak’s novel
For the Slovenia National Theatre Opera and Ballet, Ljubljana, Slovenia
Two duets filmed by National TV Ljubljana
Premiere 14.4. 2016

L’HEURE BLEUE – one act ballet miniature story ballet, recreated to extended version
For Tokyo City Ballet, New National Theatre, Tokyo, Japan
Premiere 30.1. 2016

LES JEUX JALOUX – miniature story ballet
For State Ballet in Hannover, Hannover, Germany
Premiere 20.2. 2016

THE VIENNA PHILHARMONIC NEW YEAR'S CONCERT 2016
conducted by Maestro Mariss Jansons
For Principal dancers from Staatsballet Wien – Artistic director Manuel Legris
ORF Vienna TV Channel – worldwide broadcast and DVD
TV Premiere 1.1. 2016

DUO HAND TO VIOLIN – a choreography for acrobats
For Duo Hand to Violin at Krystallpalast Leipzig, Germany
Premiere 4.11. 2015

PROVEN LANDS – contemporary duet
For Raphaël Coumes-Marquet and Jan Casier, National Theatre in Taipei
Premiere 18.4. 2015

THE PIANO– one act story ballet inspired by the film by Jane Campion (short version)
For Dortmund Ballet, Germany
Premiere 14.2. 2015

CLAIR DE LUNE – solo
For Hervé Moreau (Opéra national de Paris), Bunkamura Theater, Tokyo, Japan
Premiere 30.07. 2014

THE SOLDIER'S TALE – full length story ballet
after the theatrical work written by Igor Stravinsky and Swiss writer C. F. Ramuz
For Musiktheater im Revier Gelsenkirchen Ballet Company, Germany
Premiere 23.6. 2013
 
L’HEURE BLEUE – miniature story ballet, short version
For North Carolina Dance Theatre in Charlotte, USA
Premiere 25. of 4. 2013

BURNING BRIDGES– contemporary piece
For dance company Gauthier Dance
Premiere 11.1. 2013

PRELUDE & FUGUE – duet
For Dorotheé Gilbert and Hervé Moreau (Opéra national de Paris)
Bunkamura Theater, Tokyo, Japan,
Premiere 5.1. 2013

GENTLE MEMORIES – neoclassical miniature story ballet – extended version
For Ekaterina Kondaurova and Principals of the Mariinsky Ballet Theater, Petersburg, Russia
Premiere 27.9. 2012
San Francisco Ballet at the War Memorial Opera House, San Francisco, USA
Premiere 21.1. 2016

FAUN– story ballet, own concept
Portraying the problem of a young boy abused by the catholic church priest
For Semperoper Ballet, Dresden, Germany
Filmed by Czech National TV Channel Art
Premiere 23.6. 2012

GENTLE MEMORIES– neoclassical miniature story ballet – short version
At David Koch Theatre, Lincoln Center, USA
Premiere 27.4. 2012

THE PICTURE OF DORIAN GRAY – one act story ballet after Oscar Wilde’s novel
At the renaissance castle Velké Losiny, Czech Republic
Premiere 16.7. 2011

DIE INNERE STIMME / THE INNER VOICE– full evening abstract piece
For Semperoper Ballet, Albertinum Museum, Dresden, Germany
Premiere: 30.10. 2010

LETTER TO FELICE – solo inspired by Franz Kafka’s correspondence with Felice
For Bunkamura Orchard Hall, Tokyo, Japan
Premiere 28.7. 2010

IL MANOL – contemporary solo
Premiere July 2010, Istanbul

OUTRENOIR – contemporary duet
For The National Ballet of China
Premiere 24.4. 2010, in Beijing, China

UNINTENDED CONSEQUENCES – contemporary duet
At the National Theatre, Prague, Czech Republic
Premiere 15.5. 2009

DOUBLE VIOLIN CONCERTO – neoclassical duet
At the National Theatre, Prague, Czech Republic
Premiere 15.5. 2009

TOCCATA – neoclassical piece
For New York City Ballet, David Koch Theatre, Lincoln Centre, New York, USA
Premiere 13.5. 2009

TE DEUM – duet
At the National Theatre, Prague, Czech Republic
Premiere 7.1. 2009

CANTATA IN C – neoclassical piece
For New York Choreographic Institute, New York City, USA
Premiere 17.10. 2008

RENCONTRE – contemporary duet
At the Megaron The Athens Concert Hall, Greece
Premiere 12.4. 2008

MAIFEST DER BRUNNEN – one act story ballet inspired by the film “Otvírání Studánek”, film by Alfréd Radok and Miloš Forman
For the International Bohuslav Martinů Music Festival, at the Elisabethenkirche, Basel, Switzerland
Premiere 4.11. 2007

7TH SYMPHONY – neoclassical piece
For New York Choreographic Institute, New York City, USA
Premiere: 12.10. 2007

LE SOUFFLE DE L’ESPRIT– contemporary piece
For Zurich Ballet, Switzerland
Premiere 1.9. 2007
For State Vienna Ballet under the artistic direction of Manuel Legris
Premiere 9.1. 2011
For North Carolina Dance Theater, Charlotte, USA
Premiere 10.3. 2011  

LAMENTATE – contemporary ballet
For Palucca Dance High School, Dresden, Germany
Premiere 17.6. 2007

SHATTERING DEPTH – contemporary duet
For the YUH 07 performance, New National Theatre, Tokyo
Premiere 11.3. 2007

CANON IN D MAJOR – men contemporary trio
For the YUH 07 performance, New National Theatre, Tokyo
Premiere 13.3. 2007
And set for Teatro alla Scala in Milan (2021), Royal Ballet School in London, for National Ballet of China, Roberto Bolle and Friends and others

YUH 07– full evening show
New National Theatre, Tokyo and Spica Theatre, Sapporo, Japan
Premiere of Program A, 11.3. 2007, Sapporo
Premiere of Program B, 13. & 14.3. 2017, Tokyo

AI NO YUKUE – contemporary dance piece
For the YUH 05 performance, Spica Theatre, Sapporo, Japan
Premiere 28.08. 2005

YUH 05– full evening show
For Hamburg Ballet dancers, Spica Theatre, Sapporo, Japan
Premiere 28 & 29.8. 2005

SIMPLE PLEASURE – contemporary solo
Premiere 9.6. 2005

UNERREICHBARE ORTE– one act contemporary piece
For Hamburg Ballet, State Opera Hamburg, Germany
Premiere 19.6. 2005

INTIMATE DISTANCE – contemporary piece
For Copenhagen International Ballet Alexander Kølpin, Denmark
Premiere 4.8. 2004

PRISONERS OF FEELINGS – contemporary duet
For Copenhagen International Ballet Alexander Kølpin, Denmark
Premiere 1.8. 2003

TRIP – contemporary piece
For Hamburg Ballet dancers, State Opera Hamburg, Germany
Premiere 1.7. 2003

BEYOND WORDS – contemporary piece
For Copenhagen International Ballet Alexander Kølpin, Denmark
Premiere 3.8. 2002

MADE ON EARTH – contemporary solo
For Arsen Mehrabyan at the at the 20th International Ballet Competition Varna, Bulgaria
Premiere Summer 2002

ABSINTH – miniature story ballet
For Laterna Magika, Prague Czech Republic
Premiere 27.2. 2002

GRAFFITI – contemporary piece
For Laterna Magika, Prague Czech Republic
Premiere 27.2. 2002

BOLERO II – contemporary piece
For Hamburg Ballet dancers, at the Iwamizawa Park outdoor concert hall
For Iwamizawa Arts & Music Festival, Sapporo, Japan
Premiere 1.9. 2001

FRAGILE VESSELS – neoclassical trio
(2nd movement of Sergei Rachmaninoff’s 2nd piano concerto)
For Hamburg Ballet, State Opera Hamburg, Germany
Premiere 12.7. 2001

A DIFFERENT DRUM – contemporary piece
For Hamburg Ballet School, State Opera Hamburg, Germany
Premiere 3.5. 2000

THE FEELING BEGINS ... SAMSARA – contemporary piece
For Hamburg Ballet, State Opera Hamburg, Germany
Premiere 6.7. 1999

LA FOULE – solo, inspire by Edith Piaf’s song
For Hamburg Ballet, Opera Stabile – Staate Opera Hamburg, Germany
Premiere 22.1. 1999